Unser Programm für die Wahlperiode 2021 bis 2025

 Friedhöfe / Idee FriedWald

Wir werden die Idee eines FriedWaldes und deren Umsetzung in Rodgau prüfen.
Dieser Bestattungsort soll eine Alternative zum klassischen Friedhof sein. Unter Bäumen, mitten in der Natur finden die Verstorben nach dem Tod ihre letzte Ruhe. Das Waldstück bleibt dabei so naturbelassen wie möglich. Die Notwendigkeit einer Grabpflege für Angehörige entfällt.
Geeignete Flächen sichten und die Machbarkeit prüfen sind uns dabei genauso wichtig wie zukunftsorientierte und wirtschaftliche Planung.

Ebenso möchten wir die bestehenden Friedhöfe Rodgaus besichtigen. Dabei sollen Ideen zur Umsetzung einer naturnahen Bestattung, integriert in die bestehende Friedhofsstruktur, gefunden werden.

Verkehr

Ein sicheres Miteinander zwischen Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern ist uns wichtig.
Wir setzen uns dafür ein, dass bestehende Konfliktstellen entschärft werden.
Eltern mit ihrem Nachwuchs im Kinderwagen oder auf dem Laufrad sollen genauso sicher auf dem Gehweg laufen können wie Senioren mit Ihrem Rollator. Dafür ist es nötig, den Autofahrern geeigneten Parkraum auf der Fahrbahn zu schaffen. Dies wollen wir in sinnvollem Maße verfolgen.

Wurzelfreie Fahrradwege und ein sicherer Weg zur Schule gehören genauso zu unserem Anliegen. Die immer mehr werdenden Elterntaxis und der kurze, aber meist gefährliche Halt am Straßenrand gefährdet die Kinder, die zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem Rad zur Schule kommen. Auch hier soll eine Möglichkeit gefunden werden die Situation zu entschärfen, ohne die Elterntaxis komplett zu verbannen.
Dafür ist es nötig, bestehende Konflikte zu sehen und sich ihnen anzunehmen. Dabei „verteufeln“ wir keine Autofahrer, denn auch diese gehören zum Straßenbild Rodgaus.

Einzelhandel / Dienstleister

Die guten Einkaufsmöglichkeiten und das vielfältige Angebot in Rodgau sollen auch nach der Corona-Krise erhalten bleiben. Durch den Lockdown sind viele Unternehmen an ihre finanziellen Grenzen gestoßen. Wie kann die Stadt Rodgau hier unterstützen? Wir setzen uns für einen Dialog zwischen Unternehmern und der Stadt ein. Bereits bestehende Unterstützungen sollen überprüft und ggf. angepasst werden. Wir wollen keine Stadt mit leerstehenden und brachliegenden Geschäften. Sondern das umfangreiche Angebot beibehalten und den weiteren Ausbau fördern.

Familien

Die Stadt Rodgau bietet hier ein vielfältiges Angebot für Familien. Das Familienzentrum ist hierbei der erste Ansprechpartner. Im Freizeitbereich ist die Stadt durch die Vielzahl an Vereinen gut aufgestellt. Ebenso werden die Spielplätze und Parks gerne von den Familien genutzt.
Mit der Fertigstellung der noch im Bau befindlichen Kindertagesstätten wird sich vermutlich auch die Situation des Platzmangels entschärfen.

Trotzdem möchten wir den Erfahrungsaustausch mit Familien vorantreiben: Wo kann Rodgau besser werden?
Hierzu möchten wir allen Bürger/innen die Möglichkeit geben, sich an unseren regelmäßigen Umfragen zu beteiligen. So kann sich jeder aktiv und mit wenig Zeitaufwand in die Politik einbringen. Denn Familienleben ist nicht nur eine große Herausforderung, sondern auch vielfältig in ihren Bedürfnissen.

Umwelt

Der Stadtwald wurde durch den Sturm im August 2019 sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. Es wird eine große Aufgabe werden und vielleicht Jahrzehnte dauern, die Schäden zu beheben und den Wald wieder aufzuforsten.
Wir möchten unseren Beitrag dazu leisten um in Zusammenarbeit mit Hessen Forst und den Naturschutzverbänden Lösungen zu finden, den Baumbestand möglichst schnell zu vergrößern. Denn der Wald hat nicht nur eine große Freizeitbedeutung für Jogger, Radfahrer oder Spaziergänger. Er ist auch Lebensraum vieler Tiere. 

Als weiteres Thema ist uns die zunehmende Umweltverschmutzung durch weggeworfenen Müll ein Dorn im Auge. Nicht nur an den Bahnhöfen oder am Finkensee ist achtlos und mutwillig weggeworfener Abfall zu finden. Dieses Problem sehen wir und möchten es in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken beheben.

Ebenso erkennen wir das Problem von zurückgelassenem Hundekot, Beispiel Bahnpfädchen zwischen Jügesheim und Hainhausen. Nicht nur hier, sondern im gesamten Stadtgebiet möchten wir für mehr Hundetoiletten sorgen.

Wir sind offen für neue, realisierbare Projekte. Dafür sammeln wir Ideen und versuchen diese umzusetzen.
Wie zum Beispiel:

  • die essbare Stadt
  • Pflanzflächen für Kindergärten und Schulen

Senioren

Dringend Notwendig ist der weitere Ausbau an Möglichkeiten des betreuten Wohnens. Der demographische Wandel schreitet weiter voran, die Nachfrage nach altersgerechtem Wohnen wird weiterhin steigen. Hier ist es nötig weitere, zentral gelegene Standtorte zu finden und Projekte in Zusammenarbeit mit Investoren zu realisieren.

Die Seniorenberatung soll weiter ausgebaut werden. Sie soll erster Ansprechpartner bei allen Anliegen der Senioren sein: Unterstützung bei der Freizeitgestaltung bieten, Jung und Alt bei der Digitalisierung zusammenführen, der Vereinsamung entgegenwirken. Ebenso soll Hilfestellung geben werden, wenn sich Senioren ehrenamtlich engagieren möchten.
Kontakte knüpfen und Menschen zusammenbringen. Dies soll hierbei im Vordergrund stehen.

Mängelmelder/Verbesserungsmelder

Nicht nur die großen, langfristigen Projekte müssen besprochen werden. Auch die kleinen Dinge, die den Alltag der Bürger/innen erleichtern können, müssen angegangen werden.
Die Einführung eines „Mängelmelders“ soll den Bürgern erleichtern z.B. einen verunreinigten Spielplatz zu melden.
Ebenso ist uns die Bürgerbeteiligung bei kleinen Verbesserungen des Alltags wichtig. Wer z.B. auf dem Weg zum Spielplatz mit dem Fahrrad und dem Kinderanhänger an einer Treppe scheitert (Beispiel Hans-Sachs-Straße Richtung Spielplatz), dem soll es so einfach wie möglich gemacht werden, der Stadt dieses Problem über den „Verbesserungsmelder“ mitzuteilen.

Haushalt

Immer noch unverändert ist unser Ziel der dauerhaften Erreichung eines ausgeglichenen Haushalts. Mit Augenmaß und Sachverstand muss zwischen notwendigen, wünschenswerten und unnötigen Ausgaben unterschieden werden. Alle Projekte sollen im Rahmen der finanziellen städtischen Möglichkeiten bleiben. Nachfolgende Generationen sollen nicht durch Schulden belastet werden, die wir jetzt aus reinem Egoismus und Aktionismus machen.

Jedes Vorhaben werden wir auf dessen Umsetzbarkeit prüfen und dann vorantreiben: Mit dem richtigen Augenmaß an Vernunft und Wirtschaftlichkeit.

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Wir wollen nicht unmögliches Versprechen – Aber mögliches erreichen.

Nicht besser wissen, sondern besser machen.